Viele Hundebesitzer machen sich Sorgen, wenn ihr Hund die tägliche Mahlzeit verweigert. Plötzlich frisst der Hund weniger oder sogar gar nichts mehr. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von falschem Futter bis hin zu Unverträglichkeiten und ernsthaften Krankheiten. Für die Hundebesitzer ist es daher zunächst einmal wichtig, die Ursache für die Appetitlosigkeit herauszufinden.

Ursachen: Darum frisst der Hund nicht

Generell besteht bei vorübergehender Appetitlosigkeit kein Grund zur Panik. So wird allein durch die Rasse oder Veranlagungen oft schon der Energiebedarf und das Hungergefühl bestimmt, weshalb manche Hunde so viel verschlingen, wie sie wollen, und andere nur so viel, wie sie tatsächlich benötigen. Solange es zu keiner Gewichtsabnahme kommt, besteht in beiden Fällen kein Grund zur Sorge. Trotzdem können verschiedene Faktoren für die Nahrungsverweigerung verantwortlich sein.

1. Stress oder Unsicherheit

Stress kann dem Vierbeiner genauso zusetzen wie seinem Besitzer und ist ein häufiger Grund für Appetitlosigkeit. Der Verlust von Bezugspersonen, Auseinandersetzungen mit Hunden aus der Nachbarschaft, lange Autofahrten oder eine neue Umgebung können dem Hund nicht nur auf den Magen schlagen, sondern ihn zusätzlich nervös und unruhig machen.
Auch Veränderungen des Hormonhaushalts werden von unseren Lieblingen als große Herausforderung empfunden und können eine Nahrungsverweigerung auslösen, beispielsweise bei einer läufigen Hündin oder einem Rüden, der den Geruch dieser in der Nase hat.
Bis der Hund sich wieder wohl und sicher fühlt, bleibt dann auch die Appetitlosigkeit bestehen. Stressfaktoren sollten daher umgehend identifiziert und reduziert werden, wobei bereits ein Spaziergang in ablenkungsarmer Umgebung helfen kann.

2. Falsches Fressen

Hundefutter kann ebenso für Appetitlosigkeit verantwortlich sein, da nicht jeder Hund jedes Futter mag und verträgt. Von einem Futterwechsel aus Lust und Laune sollte daher abgesehen werden, da dieses für wählerisches Essverhalten seitens des Hundes sorgen kann. Zudem können Hunde durch zu viele Leckerlis ihren Appetit verlieren, was nicht zuletzt auch an den Inhaltsstoffen der handelsüblichen Naschereien liegen kann. Empfehlenswert sind selbstgebackene Leckerlis, die nur gezielt beim Training eingesetzt werden und nicht als „Snack“ für zwischendurch. Außerdem weiß man so über die Inhaltsstoffe genau Bescheid. Zu guter Letzt sollten Hunde nicht unsere Essensreste vorgesetzt bekommen, da diese nicht die artgerechten Ernährungsanforderungen eines Hundes erfüllen.

3. Ein hohes Alter

Die Appetitlosigkeit kann jedoch auch natürliche Gründe haben wie z. B. das Alter des Vierbeiners. Mit dem fortschreitenden Alter werden Hunde nämlich weniger aktiv und benötigen somit auch weniger Energie. Dies kann sich auch in den Essgewohnheiten widerspiegeln. Ein altersgerechtes Hundefutter oder kleinere Portionen können hier schnell Abhilfe verschaffen.

4. Akute Magen-Darm Beschwerden

Hinter einer vorübergehenden Fressverweigerung können sich auch Magen-Darm-Beschwerden verstecken. Bei akuten ernährungsbedingten Magen-Darm-Beschwerden mit Symptomen wie Durchfall oder Erbrechen kann zusätzlich ein Einzelfuttermittel verwendet werden wie z. B. Antons DarmVital. Dieses ist nicht nur rein mineralisch und gut verträglich, sondern auch ohne jegliche Zusätze. Es kann bei einer täglichen Anwendung zu einer Regeneration des Magen-Darm-Traktes beitragen.

Den Appetit beim Hund steigern

Mit diesen Tipps kannst du deinem Vierbeiner sein Futter wieder schmackhaft machen und seinen Appetit anregen:

1. Immer zur gleichen Uhrzeit füttern

Es ist sehr hilfreich, dass unsere Fellnase täglich zur gleichen Uhrzeit gefüttert wird, damit sich der Verdauungstrakt an die Mahlzeiten gewöhnen kann. Das hilft gleichzeitig dabei, dass der Hund kein mäkeliges Fressverhalten entwickelt. Das bedeutet, dass nicht der Hund, sondern das Herrchen entscheiden sollte, wann und was gegessen wird. Hierfür sollte man den Napf des Hundes zur gleichen Zeit an jedem Tag für 15 Minuten stehen lassen, in denen der Vierbeiner nach Lust und Laune fressen kann. Frisst er in diesem gegebenen Zeitpunkt nicht, wird der Napf weggestellt und das Ganze wird am nächsten Tag wiederholt. Ziel ist, dass der Hund feste Futterzeiten erlernt.

2. Das Fressen anwärmen und für leckeren Duft sorgen

Um den Appetit bei mäkeligen Fressern anzuregen, kann man das Futter vorab für ein paar Sekunden in die Mikrowelle stellen und so für einen attraktiven und stärkeren Futtergeruch sorgen. Es sollte allerdings auf keinen Fall richtig heiß sein. Auch Futter, das direkt aus dem Kühlschrank kommt, ist ungeeignet. Zum einen riecht es kaum, zum anderen kann es dazu führen, dass der Hund das Futter wieder erbricht, wenn es zu kalt ist. Das Futter sollte wenigstens Zimmertemperatur haben. Wird Trockenfutter verwendet, kann man das vorher einweichen oder Feuchtfutter untermischen – auch das finden viele Hunde interessanter als reines Trockenfutter.

Kein Appetit – steckt eine Krankheit dahinter?

Ernster wird es, wenn Schmerzen oder Krankheiten hinter der Appetitlosigkeit stecken. Zahnschmerzen sind beispielsweise ein häufiger Grund. Deshalb sollte das Hundemaul auf Zahnschäden wie Karies, abgebrochene Zahnstücke oder sonstige orale Auffälligkeiten untersucht werden. Gehen Erbrechen, Durchfall, Fieber oder ein aufgeblähter Bauch mit der Essverweigerung einher, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Organerkrankungen, Wurmbefall oder sogar eine Niereninsuffizienz könnten dahinterstecken. Letzteres erkennt man zusätzlich am Gewichtsverlust, der durch die Krankheit ausgelöst wird. Auch Parasiten können sich durch eine fehlende Wurmkur ausbreiten und weitere Symptome wie Erbrechen, Abgeschlagenheit oder sogar Lungenprobleme auslösen. Das Indiz für eine Krankheit gibt zusätzlich der mangelnde Bewegungsdrang, den Hunde ebenso wie wir Menschen in Krankheitsphasen verspüren.

Falls der Verdacht einer Krankheit besteht, ist ein Fresstagebuch vor einem Tierarztbesuch empfehlenswert, da dies erheblich bei der Stellung einer Diagnose helfen kann. Dokumentiert werden sollte:

  • was der Hund in der Regel für ein Hundefutter bekommt
  • wann er das letzte Mal richtig gefressen hat
  • ob er in der Zwischenzeit nochmal gefressen hat und falls ja, was genau.