Ursachen und Behandlung

Dein Hund hat sich erbrochen? Keine Panik: Das Erbrechen des Mageninhalts ist eine Reinigungsfunktion des Körpers und in vielen Fällen unbedenklich. Es ist ein Mechanismus, mit dem der Hund schnell und effektiv unverwertbare Substanzen, Fremdkörper oder unpassendes Futter wieder hinausbefördern kann. Mit Schonkost und natürlicher Unterstützung kann sich der Magen in der Regel nach wenigen Tagen wieder erholen.

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Wann ist Erbrechen ein Fall für den Tierarzt die Tierärztin?

Treten Begleiterscheinungen wie Blut im Erbrochenen, Abgeschlagenheit oder Orientierungslosigkeit auf, dann sollte umgehend eine tierärztliche Praxis aufgesucht werden. Auch wenn die Symptome mehrere Tage anhalten, ist es ratsam die Ursache dafür medizinisch abzuklären.

Ursachen für akutes Erbrechen können sein:

  • Übelkeit, zum Beispiel beim Autofahren
  • Magen-Darm-Infekt
  • Fressen von ungeeignetem Futter (Steine, Holz, o.ä.)
  • Zu gieriges Fressen / Schlingen oder zu kaltes Fressen (direkt aus dem Kühlschrank)
  • Verdorbenes Futter, Futterunverträglichkeit, zu schnelle Futterumstellung
  • Vergiftungen
  • Übersäuerung des Magens, Erbrechen oft morgens auf nüchternen Magen
  • Magen-Darm-Entzündung / Gastritis

Achtung: Vergebliches Erbrechen (Schmatzen, Würgen, Krümmen des Rückens, „Pumpen“, aber kein Erbrechen) deutet auf eine Magendrehung hin. Dann sollte schnellstmöglich ein/e Tierarzt/-ärztin aufgesucht werden!

Bei Verdacht auf Vergiftung

Besteht der Verdacht, dass der Hund zum Beispiel einen Giftköder gefressen hat, dann ist der direkte Gang zum Tierarzt angesagt. Es besteht akute Lebensgefahr! Am besten nimmt man einen Teil des Erbrochenen mit einer Kottüte auf, damit die giftige Substanz in der Tierarztpraxis untersucht und die richtigen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Hinweise für eine Vergiftung können Unruhe, Abgeschlagenheit oder Lethargie sein.

Wie verhalten, wenn der Hund sich erbrochen hat

Zunächst einmal sollte man Ruhe bewahren, denn Stress wirkt sich auch auf den Hund aus. Während man beruhigend auf den Hund einwirkt, können Maul und Rachen auf Fremdkörper überprüft werden. Das Erbrochene sollte man kontrollieren, da dies Rückschlüsse auf die Ursache geben kann: Sind Fremdkörper enthalten? Ist Blut erkennbar? Dann ist schnell der Gang zur Tierarztpraxis angesagt. Im Notfall können sich Tierhalter auch an den zuständigen Tiernotdienst wenden.

Das tut bei einem verstimmten Magen gut:

Wenn der Hund sich nach dem Fressen übergibt, dann kriegt man die Magenprobleme meistens gut mit Hausmitteln und Schonkost in den Griff. War das Futter eventuell verdorben, gab es etwas anderes zu fressen als sonst, hat der Hund geschlungen, oder kam das Futter direkt aus dem Kühlschrank? All das können harmlose Gründe für das Erbrechen sein. Mit Ruhe und Zeit sowie den richtigen Hausmitteln kann man den Hund dann bei der Genesung unterstützen, die meist nur wenige Tage dauert:

  • Ca. 12 Stunden kein Futter mehr geben.
  • Schonkost füttern und diese in mehrere kleine Portionen einteilen.
  • Quarz-Gel bindet Giftstoffe und unterstützt die Heilung.
  • Stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stellen.

Bei einer Futterunverträglichkeit sollte eine langfristige Ernährungsumstellung erfolgen. Hundefutter-Bestandteile wie etwa Getreide können Allergien auslösen, die neben Erbrechen auch eine Gastritis auslösen können. Bei einer Futterumstellung sollte man an der besten Rücksprache mit einem/-r Tierheilpraktiker/-in halten, der/die die ganzheitliche Tiergesundheit im Blick hat.

Wenn eine Übersäuerung die Ursache für das Erbrechen ist, dann kann eine Umstellung der Fütterungszeit helfen. Manche Hunde können morgens nicht mit leerem Magen rausgehen, da der Magen übersäuert ist und einen Würgereflex auslöst. Das Ergebnis ist in dem Fall nur Gallenflüssigkeit und Speichel. Am besten vor dem ersten Gassi-Gang eine Handvoll Futter geben, damit der Magen etwas zu tun hat und nicht übersäuert.