Krankheiten beim Hund

Krankheiten erkennen und behandeln

Unser treuer Begleiter ist gleichzeitig auch der beste Freund des Menschen und wird wie ein echtes Familienmitglied behandelt. So steht auch die Gesundheit des Hundes unserer in nichts nach. Wenn es der Fellnase schlecht geht, geht es auch uns nicht gut. Leider können Hunde ihre Beschwerden nicht so deutlich äußern, wie wir Menschen es können. Das macht es für Hundebesitzer nicht immer leicht zu verstehen, an was es dem Tier fehlt. Nur aufmerksame Menschen, die wissen, wie man bestimmte Anzeichen richtig deutet, können gleich richtig handeln. Die häufigsten Beschwerden rund um die Gesundheit beim Hund sind ernährungsbedingte Magen- und Darmbeschwerden wie Erbrechen oder Durchfall oder Gelenkbeschwerden wie zum Beispiel Arthrose. Leider gibt es auch Notfälle, die die Gesundheit deines Hundes akut gefährden und die ein Fall für die Tierarztpraxis sind.

Magen-Darm-Beschwerden beim Hund
Gelenkbeschwerden und Arthrose beim Hund
Ein Fall für die Tierarztpraxis Hund

Magen- und Darmprobleme beim Hund

Wie beim Menschen leiden Hunde öfters an Störungen im Magen-Darm-Trakt, zum Beispiel an Durchfall oder Erbrechen. In den meisten Fällen sind diese aber nicht schlimm. Natürlich bekommt man im ersten Moment einen Schreck, häufig steckt aber keine schwere Krankheit dahinter, sondern eine vorrübergehende Unannehmlichkeit im Verdauungstrakt wie eine Magenverstimmung oder ein Infekt. Oft lässt sich mit ein wenig Fürsorge aber schnell dafür sorgen, dass es unserem Liebling wieder besser geht.

Durchfall beim Hund

Durchfall ist keine eigene Krankheit, sondern der Versuch des Körpers, einen Stoff loszuwerden, den er nicht verträgt wie zum Beispiel Nahrung, die ihm nicht bekommt, Bakterien oder Viren, die ihn befallen haben oder Giftstoffe. Womöglich verträgt er auch eine Futterumstellung oder ein Medikament nicht. Wann Durchfall ein Fall für den Tierarzt ist, kannst du hier nachlesen.

Maßnahmen gegen Durchfall beim Hund

Wenn dein Vierbeiner unter leichtem Durchfall leidet, ist erstmal für die nächsten 24 Stunden eine Nulldiät angesagt. Achte darauf, dass der Hund trotzdem ausreichend trinkt. Der Körper verliert bei Durchfall viel Flüssigkeit, die ihm wieder zugeführt werden muss. Ansonsten droht eine Dehydrierung, die ihn noch weiter schwächt. Außerdem braucht die Fellnase viel Ruhe, um sich zu erholen. Gassi-Gänge sollten deshalb so kurz ausfallen wie möglich und nur als kurze Toilettenpause dienen. Um die Reinigung des Magen-Darm-Traktes zu beschleunigen, ist der Einsatz eines sanften Magen-Darm Mittels empfehlenswert: Ein mineralisches Gel auf Quarz-Basis bindet, reinigt und regeneriert bei ernährungsbedingten Magen-Darm-Beschwerden. Quarz-Gel ist eine Verbindung aus dem wertvollen Spurenelement Silicium und Sauerstoff. Silicium-Gel (Quarz-Gel) bindet Krankheitserreger, Giftstoffe und überschüssige Magensäure, die dann auf natürliche Weise über den Darm mit dem Kot ausgeschieden werden. Das lindert auf der einen Seite die Beschwerden der leidenden Fellschnauze und beschleunigt andererseits die akute Durchfallphase.

In der Regel sollten sich die Symptome nach ein bis zwei Tagen merklich bessern. Dann kannst du damit beginnen, deinem Hund leicht bekömmliche Schonkost zu verabreichen. Die gibt es entweder im Tierbedarfshandel oder du bereitest sie selbst zu. Klein geschnittenes und gekochtes Fleisch vom Rind und Huhn eignet sich sehr gut dafür, genauso wie Reis und Möhren. Nach einigen Tagen Schonkost und ohne weiteren Durchfall darf es auch wieder das gewohnte feste Futter sein. Achte aber darauf, mit kleinen Portionen anzufangen und diese schrittweise wieder auf die gewohnte Menge zu erhöhen, um den womöglich noch gereizten Magen oder Darm nicht zu überfordern. Lieber kleinere Portionen füttern, dafür aber öfter am Tag.

Magendrehung beim Hund

Der Magen des Hundes sitzt vergleichsweise locker im Körper. Einige Bänder halten das Organ an seinem Platz, wodurch er etwas beweglicher ist. Leider kann es dadurch passieren, dass er sich bei zu schnellen Bewegungen des Tieres einmal um die eigene Achse dreht und sowohl der Mageneingang und -ausgang verschlossen werden. Dadurch entstehen durch Nahrungsreste im Magen Gase, die ihn immer weiter aufblähen. Im schlimmsten Fall wird der Magen so groß, dass er andere Organe zusammendrückt und diese nicht mehr richtig arbeiten können wie zum Beispiel die Lunge. Unbehandelt kann dies innerhalb von Stunden zum Tod führen.

Symptome einer Magendrehung beim Hund erkennen

Um bei einer möglichen Magendrehung schnell handeln können, gibt es einige Anzeichen, auf die man achten kann. Denke aber daran, dass nicht immer alle Symptome zusammen auftreten müssen. Typisch ist, dass die Fellschnauze unruhig ist, dabei den Rücken krumm macht und den Bauch einzieht. Das allein rechtfertigt schon einen sofortigen Tierarztbesuch. Anhaltende Schmerzen hat er nicht unbedingt von Anfang an. Weitere Anzeichen sind ein anhaltender Würgereiz, vermehrte Speichelproduktion und Appetitlosigkeit. Außerdem fällt ihm wahrscheinlich das Liegen schwer, weshalb er immer wieder aufsteht und neue Plätze sucht. Bei Verdacht auf eine Magendrehung ist unbedingt sofort der Tierarzt zu kontaktieren.

Gelenkprobleme und Arthrose beim Hund

Neben den Organen spielen insbesondere die Gelenke für unsere Hunde eine wichtige Rolle, um gesund, beweglich und glücklich zu bleiben. Leider kommt es auch bei unseren vierbeinigen Freunden immer wieder zu Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit, was ihre Lebensqualität deutlich verringern kann. Verletzungen und nicht zuletzt das Alter bringen manchmal Gelenkbeschwerden mit sich, durch die das geliebte Umherspringen und -rennen schnell schmerzhaft oder unmöglich werden.

Arthrose beim Hund: Ursachen und Symptome

Arthrose ist eine dauerhafte Gelenkerkrankung, die vor allem bei älteren Hunden auftritt. Sie entsteht durch eine Verletzung des Gelenkknorpels über einen längeren Zeitraum. Diese entsteht häufig durch altersbedingten Verschleiß und Abnutzung, kann aber auch bei jüngeren Hunden einsetzen, etwa durch Überlastungen, Brüche, Verstauchungen oder eine Infektion. Als Folge entzündet sich das Gelenk und schwillt an. Außerdem bilden sich Auswüchse an den Gelenkknochen (sogenannte „Osteophyten“), während sich der Gelenkknorpel unumkehrbar zurückbildet. Ohne diesen reiben die Knochen in den Gelenken ohne schützende Pufferschicht aneinander und verursachen so Schmerzen.
Wenn du feststellst, dass dein Senior sich deutlich weniger bewegt als früher oder bestimmte Gelenke zu schonen versucht, indem er sie weniger oder gar nicht mehr belastet, kannst du ihm das Leben mit Arthrose so angenehm wie möglich machen.

Arthrose beim Hund lindern und behandeln

Eine Heilung der Arthrose ist leider nicht möglich, denn der Körper kann einmal verlorenen bzw. abgebauten Gelenkknorpel nicht wieder aufbauen. Trotzdem können Tierärzte und -ärztinnen viel dafür tun, die Beschwerden von Hunden zu lindern und die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke zu erhalten oder wiederherzustellen. Dazu gehört zunächst, die Schmerzen zu stoppen und das Fortschreiten der Arthrose möglichst zu verlangsamen.
Auch Frauchen und Herrchen können die Therapie unterstützen. Den Möglichkeiten deines Hundes angepasste regelmäßige Bewegung oder eine Hundephysiotherapie sorgen dafür, die Muskelkraft zu erhalten, Übergewicht zu vermeiden und die Beweglichkeit in den betroffenen Gelenken wiederherzustellen.

Übergewicht beim Hund unbedingt vermeiden

Übergewicht gehört mittlerweile zu den häufigsten Krankheitsauslösern bei Hunden und fördert die Entstehung zahlreicher Gesundheitsprobleme wie unter anderem die Verkürzung der Lebenserwartung, ein geschwächtes Immunsystem, Gelenkprobleme wie Arthrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes mellitus. Mit einem gesunden Gewicht und ausreichend Bewegung ist schon viel zur Vorbeugung dieser Krankheiten getan.

Bei einem Hund spricht man von Übergewicht, wenn er 10 bis 20 Prozent mehr wiegt als sein Normalgewicht. Ab 30 Prozent mehr auf der Waage gilt er als fettleibig (adipös). Viele Hundehalter tun sich allerdings etwas schwer, das Gewicht ihrer Fellnase richtig einzuschätzen. Wenn du dir unsicher bist, kannst du in deiner Tierarztpraxis nachfragen. Dort wirst du außerdem dabei unterstützt, die richtige Futtermenge und -art auszuwählen.
Infografik Übergewicht beim Hund
Untergewicht, Idealgewicht und Übergewicht beim Hund erkennen

Mit dem Hund zum Tierarzt

Nicht jedes Anzeichen von Unwohlsein muss gleich dem Tierarzt vorgestellt werden, denn der Besuch beim Arzt bedeutet für Tier und Halter oft (unnötig) Stress.
Im Notfall wende dich entweder an deinen Tierarzt oder Tierärztin oder an den zuständigen Tiernotdienst. Diese kommen je nach Situation auch zu dir nach Hause, um sich vor Ort um das Tier zu kümmern.

Übersicht der zuständigen Praxen und Notruf-Nummern.

Bei welchen Symptomen sollte man mit dem Hund zum Tierarzt?

Als Faustregeln kann man sich ein paar Leitsätze merken, die einen sofortigen Tierarztbesuch erfordern:

  • Wenn bei Durchfall oder Erbrechen Blut zum Vorschein kommt, können innere Verletzungen die Ursache sein. Hundebesitzer sollten vor allem beim Spaziergang im Blick haben, was der Vierbeiner alles findet und eventuell frisst. Leider gibt es vielerorts immer wieder Meldungen von Giftködern, die nicht selten tödlich für Hunde sind.
  • Wenn Magen-Darm-Beschwerden länger als 3 Tage andauern und der Hund kaum Flüssigkeit zu sich nimmt, kann das ohne Arztbesuch eine Dehydrierung zur Folge haben. Vor allem wenn Welpen oder junge Hunde an Durchfall erkranken, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.
  • Wenn der Durchfall beim Hund zusammen mit Erbrechen auftritt oder gar Blut im Kot ist, kann das ein Anzeichen für eine Vergiftung sein.
  • Wenn der Hund apathisch ist oder desorientiert
  • Ist der Hund unruhig, zieht den Bauch ein und macht den Rücken krumm, kann eine Magendrehung die Ursache sein.
Infografik bei Magenbeschwerden zum Tierarzt
Infografik bei Magenbeschwerden zum Tierarzt
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