Überlegungen & Ausstattung, bevor der Hund einzieht

Du möchtest dir einen Hund anschaffen und zuvor sichergehen, dass du an alles gedacht hast, bevor der Hund einzieht? Oder du stellst dir noch die Frage: Ein Hund – Ja oder Nein? Mit dieser Checkliste vor der Anschaffung deines Hundes kannst du alle wichtigen Fragen noch mal für dich beantworten: Bin ich bereit für einen Hund? Woran muss ich denken? Welche Hundeausstattung brauche ich, bevor der Hund einzieht?

Bin ich bereit für einen Hund?

Zuallererst ist es wichtig zu verstehen, dass die Entscheidung für einen Hund eine ganz besondere und wichtige Verantwortung mit sich bringt. Das Anschaffen eines Hundes sollte niemals spontan entschieden werden, denn unsere tierischen Freunde sind stets von uns abhängig und haben zudem vielerlei Bedürfnisse – von der Nahrung, über die Erziehung, genügend Zuwendung und Liebe bis hin zu ausreichend Zeit, die man in jedem Fall für seinen Vierbeiner mitbringen muss. Außerdem ist zu bedenken, dass einige Hunderassen besonders viel körperliche und geistige Auslastung benötigen. Daher solltest du unbedingt darauf achten, die Hunderasse passend zum eigenen Charakter und der Lebenssituation auszusuchen.

Fragen, die man sich stellen sollte, bevor ein Hund einzieht:

Langfristigkeit & Verbindlichkeit

Bin ich bereit, mich über viele Jahre ausreichend um einen Hund zu kümmern? Je nach Rasse können Hunde bis zu 16 Jahre alt werden und möchten auch im hohen Alter noch gut umsorgt werden. Hinzu kommt die Bereitschaft, bei jeglicher Wetterlage Gassi zu gehen, geregelte Futterzeiten, Tierarztbesuche, Fellpflege und Beschäftigung mit eingeschlossen.

Woher kommt der Hund?

Bei der Entscheidung für einen Hund steht nicht nur die Option des Welpen zur Auswahl. Viele Hunde in Tierheimen warten sehnsüchtig darauf, ein neues Zuhause zu bekommen. Oftmals haben Tierheime einen schlechten Ruf, der ihnen meist nicht gerecht wird. Häufig wurden die Vorbesitzer durch persönliche Umstände gezwungen, sich von ihrem Hund zu trennen – Zeitmangel und Überforderung sind häufige Gründe, wofür die Hunde nichts können. Außerdem sollte man bei Tieren aus dem Ausland aufpassen, dass die Vermittlung seriös ist. Überall gilt jedoch die Regel sich im Voraus genau über die Arbeit der jeweiligen Quelle zu informieren und das Umfeld des Hundes zu kennen. Sind die Elterntiere vor Ort? Gibt es Gesundheitsnachweise oder einen Impfpass, der von örtlichen Tierärzten ausgestellt wurde?

Passt meine Wohnsituation zu einem Hund?

Ist die Hundehaltung in meiner Mietwohnung überhaupt erlaubt? Dies ist eine der essenziellsten Fragen. Außerdem sollte man sich aber auch ein paar Gedanken zum Umfeld machen. Gibt es genügend Auslaufmöglichkeiten, z.B. Parks, Grünflächen oder im besten Fall Wiesen oder Wälder.

Habe ich genug Zeit für einen Hund?

Habe ich genügend Zeit für einen Hund? Hunde haben viele Bedürfnisse. Dazu zählen nicht nur mindestens drei Spaziergänge am Tag, sondern auch Aufmerksamkeit, Zuwendung und ausreichend Bewegung. Besonders in der aktuellen Corona-Situation haben viele Menschen mehr Zeit und entscheiden sich zum Teil unüberlegt für einen Hund, ohne über eventuelle zukünftige Veränderungen nachzudenken: Wer kümmert sich um den Hund, wenn ich wieder regelmäßig ins Büro muss? Bleibt bei einem „normalen“ Alltag ohne Corona noch Zeit für den Hund?

Lassen sich mein Beruf & soziales Leben mit einem Hund vereinbaren?

Lassen sich mein Beruf und meine Freizeitaktivitäten mit einem Hund vereinbaren? Besonders bei einem Vollzeitjob sollte man sich im Voraus darum kümmern, ob man einen Hund mit zur Arbeit nehmen darf oder sich in der Zeit jemand anderes kümmert. Denn ein Hund sollte nicht länger als vier Stunden allein sein. Unser Tipp: Eine Liste mit allen Hobbys und den liebsten Freizeitbeschäftigungen erstellen. Lässt sich alles uneingeschränkt mit einem Hund fortführen? Doch auch abseits des Alltags kann ein Hund Einschränkungen bedeuten, z.B. in puncto Urlaub. Flugreisen etwa bedeuten viel Stress für den Hund und sollten wenn möglich vermieden werden.

Kann ich einen Hund erziehen?

Besitze ich genügend Geduld, Empathie und die Bereitschaft mich umfassend zu informieren? Besonders bei Welpen nimmt die Erziehung anfangs besonders viel Zeit in Anspruch und kostet manchmal auch die ein oder anderen Nerven. Eine falsche Erziehung wird oftmals als Verhaltensstörung des Hundes oder Ungehorsam missinterpretiert, weshalb Hunde nicht selten weggegeben werden. Der Besuch einer Hundeschule kann hierbei Abhilfe schaffen.

Habe ich Allergien oder andere gesundheitliche Einschränkungen?

Ist es für mich gesundheitlich möglich, einen Hund aufzunehmen? Um zu vermeiden, dass es im Nachhinein zu einer bösen Überraschung kommt, sollte vorher abgeklärt werden, ob im Haushalt bzw. der Familie eine Hundehaarallergie besteht.

Kann ich für die Kosten für einen Hund aufkommen?

Habe ich genügend finanzielle Mittel, um auch laufende Kosten der Hundehaltung tragen zu können? Besonders an diesem Punkt sollte einem klar sein, dass neben den Kosten für den Hundekauf vor allem Unterhaltskosten/Langzeitkosten anfallen. Hierunter zählen Futter, Tierarztbesuche, Hundesteuer, etc. Je nach Größe des Hundes, kann man mit monatlichen Kosten zwischen 20 und 100 Euro rechnen. An der Größe des Hundes etwa misst sich die Menge des Futters und damit auch der Preis für die monatlichen Futterkosten eines Hundes. Die Erstausstattung für den Hund ist hingegen ein einmaliger Kostenpunkt, der vor der Aufnahme eines Vierbeiners anfällt.

Checkliste: Das brauchst du für deinen ersten Hund

Bald ist es soweit: ein Hund zieht ein! Finde hier eine Übersicht, was es alles für einen gelungenen Start mit deinem Vierbeiner braucht. Die wichtigsten Dinge, die bei der Hundeausstattung zu Beginn nicht fehlen dürfen, sind:

  • Wassernapf
  • Fressnapf
  • Entsprechendes Futter
  • Halsband und/oder Geschirr
  • Leine
  • Bett oder Körbchen
  • Hundebürste oder -kamm
  • Kauknochen o.ä.
  • Transportbox oder Hundesicherheitsgurt
  • Spielzeug zur Beschäftigung – vielleicht sogar Intelligenzspielzeug, um den Hund zu fordern

Alles Weitere sollte nach und nach an die Bedürfnisse und Charaktereigenschaften des Hundes angepasst werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Hund viel Freude bedeutet, aber vor allem auch jede Menge Verantwortung mit sich bringt. Man sollte sich beim Hundekauf vollkommen sicher sein, dass der Hund auch nach der anfänglichen Euphorie ein Teil der Familie sein wird und besonders viel Zuwendung braucht. Außerdem ist es wichtig, sich vollkommen auf den neuen Vierbeiner einzulassen, ihm zu Beginn schon die beste Grundausstattung zur Verfügung zu stellen, sodass er sich schnell im neuen Zuhause wohl fühlt.